Feierlichkeiten zum Jahrestag der Union von Lublin in der Nähe von Kaunas 1861

In der Zeit des Januaraufstands (1863-1864) spielte die visuelle Propaganda eine besonders wichtige Rolle. Das Gemälde „Jeden lud i Ojczyzna“ [Ein Volk und eine Heimat], gemalt von dem polnischen Emigranten Pankracy Gumiński in Paris 1861, nachdem er seine Heimat im Zuge des verlorenen Januaraufstands verlassen hat, wurde in der ehemaligen Rzeczpospolita in Form von fotografischen Reproduktionen verbreitet. Der russische Spion Bałaszewicz-Potocki fügte seinem Bericht vom 21.01.1862 ein Foto des Bildes bei und vermerkte, dass viele solcher Fotos nach Polen geschickt wurden. Bei dem Foto handelt es sich um eine Refotografie aus der Sammlung des Museums der polnischen Armee, die in Posen im Fotostudio August Friedrich Zeuschners entstanden ist, wo viele Portraits von Aufständischen und Kopien von Fotos aus ausländischen Ateliers angefertigt wurden. In den polnischen Sammlungen befinden sich mehr solcher Fotografien, die u.a. folgende Beschriftungen auf der Rückseite erhalten: „Obchód uroczystości Połączenia Litwy z Polską/na Niemnie 12 Sierpnia 1861 r.“ [Feierlichkeiten zum Jahrestag der Vereinigung Litauens mit Polen/auf der Memel am 12. August 1861] sowie „Połączenie Litwy z Polską d 12/ Sierpnia 1861 pod Kownem” [Litauens Vereinigung mit Polen am 12. August 1861 bei Kaunas] (Die Fotos stammen aus dem Museum der Stadt Warschau).

(Text: Piotr Kondraciuk, aus dem Aussllungskatalog: Od Horodła do Horodła (1413‒2013). Unia horodelska – dzieje i pamięć. Wystawa Muzeum Zamojskiego w Zamościu i Muzeum Historii Polski Muzeum Zamojskie w Zamościu 29 IX – 31 XI 2013, Zamość–Warszawa 2013, S.187-188.)

Aus dem Polnischen von Jakub Sawicki

Feierlichkeiten zum Jahrestag der Union von Lublin in der Nähe von Kaunas am 12.08.1861

Papier, Fotografie.
Inv.-Nr. 29767/4.
Muzeum Wojska Polskiego [Museum der polnischen Armee in Warschau].
Fotografie des Gemäldes „Jeden lud i Oczyzna“ [Ein Volk und Heimat] von Pankracy Gumiński.